Arge-Frettchen Hamburg  
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Die ARGE Frettchen ist eine Initiative von Frettchenfreunden innerhalb des Tier- und Naturschutzvereins Hamburg- Rahlstedt e.V., aber auch ein loser Zusammenschluss verschiedener Privatpersonen und Frettchenhilfen.

Wir fördern die Frettchenhaltung als Haustier nicht aktiv, wir möchten keinen Anreiz bieten, sich unüberlegt Frettchen anzuschaffen.

Leider entledigen sich viele Menschen ihres Haustieres, als sei es ein unbelebter Gegenstand. Andere verlieren das Interesse an ihrem Tier, schnell kommt es zur Verwahrlosung. Im günstigsten Fall werden Familienangehörige oder Freunde auf diese Misere aufmerksam und drängen darauf, das Tier abzuschaffen. Es ist einfach erschütternd zu sehen, was MENSCHEN diesen abhängigen, vertrauensvollen Tieren antun und bei Kritik tatsächlich ihr Handeln noch rechtfertigen.

Erstaunlich auch, dass viele ihren Tieren kaum vernünftige Ernährung oder ärztliche Versorgung zukommen lassen, von artgemäßer Haltung ganz zu schweigen. Wer nicht bereit oder in der Lage ist, den Gegenwert einer Tankfüllung in den monatlichen Unterhalt der Tiere zu investieren, der sollte von Tierhaltung insgesamt absehen.

90 % der in unserer Hilfe abgegebenen Tiere erreichen uns gänzlich medizinisch unversorgt, davon hat fast jedes ein akutes medizinisches Problem oder steht kurz vor der Kastration. Es gibt weder ein exaktes Geburtsdatum noch einen Impfpass. Fast nie hat man uns einen Kauf oder Übergabevertrag zeigen können.

Frettchen werden weitergereicht wie ausgelesenen Zeitschriften!

Wir fordern Zurückhaltung in der Anzahl der gehaltenen Frettchen. Es gibt die Aktion Frettchen brauchen Frettchen. Damit ist sicher nicht gemeint,- je mehr, desto besser-.

Eines unserer Ziele ist es, der unkontrollierten Vermehrung von Frettchen entgegenzuwirken. Viel zu häufig sterben ganze Würfe aus mangelnder Kenntnis der Halter. Unkastrierte Fähen neigen zur lebensbedrohlichen Dauer-Ranz. Unkastrierte Rüden neigen zu Aggression und leiden ganz sicher unter dem unerfüllten, natürlichen Trieb.

Das TschG. erlaubt ausdrücklich die Kastration zur Vermeidung unkontrollierter Vermehrung.

Solange bundesweit, ganzjährig Frettchen in Tierheimen und Tierhilfen sitzen, lehnen wir die Zucht ab!

Des weiteren möchten wir erreichen, dass das Tierheim Süderstrasse verpflichtet wird, ausschließlich kastrierte Tiere zu vermitteln. Es kann nicht sein, dass Abgabe-Tiere, die einmal in die Hände eines mit öffentlichen Mitteln geförderten Tierschutz-Vereines gelangt sind, unkastriert weitergegeben werden.

Ca. 11.000  im Jahr 2006 dort aufgenommene Fund- und Abgabetiere sprechen eine deutliche Sprache.

Neben dem Tierschutzgesetz fühlen wir uns auch dem Naturschutzgesetz verpflichtet. In einer Großstadt wie Hamburg, mit knapp 2 Millionen Einwohnern, ist es besonders wichtig, wildlebenden Tieren und Pflanzen ungestörte Rückzugsgebiete zu erhalten. Der Mensch kann davon nur profitieren.  

Wie kann man die ARGE unterstützen?

Indem Sie :

  • Sich für eines oder mehrere unserer Abgabefrettchen entscheiden und nicht bei einem der „Hobby“ Züchter oder im Zoofachhandel kaufen.
  • Sich als Pflegestelle für unsere Frettchen in Not anbieten.
  • Die Patenschaft für eines unserer Frettchen übernehmen.
  • Aufmerksam die Zeitung lesen, ob jemand sein Frettchen verschenken will. Diese Tiere enden nicht selten als Schlangenfutter.
  • Unseren Tierschutzverein durch Mitgliedschaft oder Spenden unterstützen oder Ihre aktive Mithilfe anbieten.
  • Hamburger Frettchenhalter auf unsere HP aufmerksam machen.
  • Machen Sie uns auf Zoogeschäfte aufmerksam, die Frettchen anbieten. Der Zentralverband des Deutschen Zoofachhandels ZZF spricht sich gegen den Verkauf von Frettchen im Zoohandel aus, da dort artgerechte Haltung nicht zu verwirklichen ist.

 

 

 

 

   
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